…hat der Renndirektor Marc Schneider die heutige Etappe genannt.
Da hat er Recht. Eine traumhafte Etappe mit Landschaft bis zum Abwinken, aber immer wieder sacksteile und oft ruppige Anstiege. Die Daten: 93km, 3400hm. Ui!
Es geht gleich lustig los. Einrollen? Fehlanzeige. Nach 400m ist die Neutralisation schon vorbei und es geht direkt in den ersten Anstieg. 500hm in einen kleinen Weiler oberhalb von St. Vigil. Von dort wellig – wellig heißt hier: 1min Abfahrt, 3min 20%-Rampe – weiter und nochmal 400hm zum Ritjoch.Von hier immer noch und runter über die Armentarawiesen.
Ein erstes landschaftlichen Highlight oberhalb des Gadertals.
Wer mal in der Nähe ist: fürs Picknick einkaufen und dort oben die Landschaft geniessen.
Wir rauschen durch den Wald Richtung Badia. Als der Weg den Wald verlässt schaut man direkt auf die Königin der Dolomiten, die Marmolata. Trotz allem Rennstreß bleibt einem mal kurz der Mund offen stehen.
Nun erneut ein langer Anstieg von Badia zum Grödner Joch.
Der zieht sich ein wenig. Zuerst ein Forstweg, dann auf dem Frara-Trail berghoch (wer denkt sich sowas aus ?) und zuletzt auf Straße bis zum Joch.
Nun das nächste Highlight vom Grödner Joch nach Plan de Gralba. Trail bergab, Trail berghoch, Trail geradeaus, Trail bergab.Soweit so gut.
Dann folgt das Biest.
Von Plan de Gralba arbeiten wir uns auf der Skipiste hoch zum Sellajoch. Hier bekomme ich zum ersten Mal schlechte Laune. Ich bin hier schon ein paar Mal runtergefahren und hab mir immer gedacht, hoch muss man hier nicht unbedingt. Steil, loser Grobschotter, was für ein Mist.
Irgendwann ist auch das Sellajoch gegessen und wir brettern entgegen der kurzen HERO-Runde hinunter ins Fassatal.
Nun ist etwas regenerieren angesagt. Es geht ca. 10km auf Forstweg und Radweg leicht bergab bis nach Vigo di Fassa.
Hier starten wir zum Schlussanstieg zum Karerpass. Zuerst wellig auf Singletrail durch den Wald und später auf der Passstraße.
Kurz vor dem Karerpass biegen wir noch einmal (wie soll’s auch anders sein) rechts ab und müssen noch einen kleinen Lenkerbeißer, ein Wanderweg über ca. 120 hm ,bezwingen.
Endlich oben, denken wir. Aber es kommen immer noch ca. 5km welliges Auf und Ab bis zur Frommer Alm.
Nun endlich die finale Abfahrt nach Welschnofen. Der Carezza-Trail.
Oben gebaut, mit vielen Anliegern und Doubles unten etwas ruppiger Karrenwege. Der endet direkt in Welschnofen.
Hier laufen wir nach 6:03h ein. Macht heute Platz 8 und wir behalten Platz 7 in der Gesamtwertung.
Puh, viel Text. War aber auch ein langer Tag 🙂
Ach, ja. Die Garage für die Bikes ist heute etwas sparsamer geraten.