Der längste Tag…

…wär’s heute tatsächlich. War auch die längste Strecke der diesjährigen MAXXIS Bike Transalp 2019.
Streckenlänge heute 112km und nach oben ging’s fast genau 3000hm.

Vor dem Start in San Martino di Castrozza noch einen Capuccino, soviel Zeit muss sein.

Wie immer pünktlich um 9:00 Uhr geht es zu AC/DCs Highway To Hell los. Zuerst neutralisiert aus dem Ort heraus und ein paar Kilometer leicht wellig auf Forstweg.

Bei km 8 steht eine ca. zehnminütige Schiebeinlage steil durch den Wald nach oben an. Hier staut es sich ein wenig. Mein entzündeter Muskel im Schienbein fragt kurz nach, was das hier eigentlich soll.

Es folgen ca. 10km ständiges Auf und Ab mit zum Teil ordentlichen Rampen vorbei am Lago Calaita.

Die erste Trailabfahrt des Tages ist ordentlich rumplig und durch den gestrigen Regen alles andere als griffig, macht aber trotzdem Riesenspaß.

Unten im Tal angekommen nehmen wir den Aufstieg zum Passo Broccon in Angriff. Mangels Alternativen im Wald, 800hm auf Straße. Macht nix, kaum Verkehr.

Kurz nach der Passhöhe die erste Verpflegung, noch isses fast trocken. Keine 2min später fängt es ordentlich an zu schütten. Die komplette Abfahrt auf Asphalt und Schotter regnet es in Strömen, bis hinunter nach Castello Tesino.

Mir war nicht kalt….

Wir landen schliesslich im Val Sugana und machen Strecke. Bedeutet knappe 30km Windschattenfahren auf Radweg und Nebenstraßen.

In Locherer verlassen wir den Radweg und machen uns so langsam an den Aufstieg zum Passo de la Fricca.
Das zieht sich, ehrlich gesagt, wie Kaugummi.

Zuerst ganz spaßig am Fluß entlang, immer leicht hoch und runter. Hier und da ne kleine Bachdurchfahrt. Alles gut.Das dicke Ende kommt noch.

In Valle ist der Spaß vorbei. Der Forstweg ist steil……und bleibt es. Bis nach oben. Nach Sindech.

500 Höhenmeter mieser Panda4x4-Dreckskarrenweg.

In Sindech erreichen wir den genannten Passo de la Fricca und können ein paar Kilometer auf Straße verschnaufen.

Kurz nach einem Tunnel steht ein freundlicher Mensch mit Warnweste und Flagge auf der Straße und lädt uns ein, doch bitte rechts abzubiegen.

Da isser, der nächste Karrenweg, nicht weniger steil. Grmpf. Sind aber nur hundert Höhenmeter. In einem kleinen Weiler wird der Karrenweg zum Wiesenweg, die Steigung bleibt.

Nach weiteren hundert Höhenmetern ist auch der gegessen. Jetzt noch schnell die letzten Höhenmeter auf Asphalt zum Passo Sommo abspulen, und wir rollen die letzten drei Kilometer hinunter in en heutigen Zielort, nach Folgaria.

Geschafft? Nicht ganz. Die Streckenauschilderung führt uns auf der Hauptstraße an Folgaria vorbei. Immer schön bergab bis Ortsende. Hier rechts rein und von unten nochmals 50 Höhenmeter zurück in den Ortskern.

Nun gut, kann man machen, aber warum??

Zieleinlauf für uns ist nach 6:11h. Macht heute Platz 9, und wir verteidigen unseren Gesamtplatz 7 mit einer Minute Vorsprung.

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